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Als Ortsname (Früher Stenlage, oder Stehlingen wie auf dem
Kriegerdenkmal zu lesen) wurde Stelingen 1226
erstmals urkundlich genannt. Stelingen liegt etwa 12 km nordwestlich von
Hannover. Die Landschaft um Stelingen ist im Südosten von einem
Stauch-Endmoränenzug (Stelinger-Berg) und von Osten bis Südwesten von Feldern,
Wiesen, dem Stelinger-Wald, Baumgruppen und Einzelbäumen umgeben.
In der Geschichte von Stelingen stehen die Jahreszahlen 1223 bis 1244 in denen die Schenkung Stelingens durch den Grafen Konrad V.
von Roden-Wunstorf an das Kloster Marienwerder (wahrscheinlich mündlich) vollzogen
wurde. Das Dörfchen Stelingen hatte zu der Zeit ca. 100 Einwohner und die
Gutsherrschaft über die Meierhöfe hatte das Kloster Marienwerder. 1583 gab es in unserem Dorf 2
Vollmeier- und 6 Halbmeierhöfe. 1590
kam der größte Hof in Schwierigkeiten und sein Besitz wurde in 2 Halbmeierhöfe
umgewandelt.
Eine Art von Pachtabgabe stellte der Hofzins dar. Er wurde meist
in Korn entrichtet, selten in Geld abgeführt (auch bekannt als „den Korn-,
Rode-, Fleischzehnten usw. “) . Im Jahre 1836
gab es in Stelingen 19 Hofstellen: 1 Vollmeier-, 8 Halbmeier-, 9 Kötner- und
ein Brinksitzerhof.
Die Entwicklung der Einwohnerzahl in den Jahren: 1689 100, 1779 113, 1879 260, 1939 414, 1950 815, 1967 1069 und 1974 2473 Einwohner
1703 wurde der erste Schulmeister in
Stelingen erwähnt. Das erste Stelinger
Schulgebäude wurde 1880 erbaut bis
zu dieser Zeit wurden die Kinder in der Reiheschule (Jahr um Jahr auf den Höfen
der Stelinger Landwirte) nur im Winterhalbjahr unterrichtet. Die Lehrer waren
meist junge Seminaristen, die auch von Hof zu Hof wechselten und dort ihre
Beköstigung erhielten. 1949 wurde
eine neue Schule gebaut, weil die Zahl der Schulkinder nach dem II. Weltkrieg
anstieg. 1954 wurde ein weiterer
Klassenraum angebaut und nach 1965
zwei weitere Behelfsklassenzimmer im Dachgeschoss ausgebaut. Das heute noch
genutzte Lehrschwimmbecken wurde im Winterhalbjahr 1963/64angelegt und 1974
von Grund auf erneuert. Seit 1970 werden in Stelingen nur noch
Grundschüler unterrichtet. 1972
wurde dann die Pavillonschule errichtet und 1975 weihte man die Turnhalle ein.
Seit 1880 sind
auch die Bürgermeister namentlich bekannt, aber vor gut 300 Jahren ist
erstmalig von einem ernannten (durch den Amtmann in Ricklingen) „Bauermeister“
oder „Vorsteher“ die Rede. Bis zum Ende des 2. Weltkrieges war der
Bürgermeister auch Standesbeamter danach wurden die beiden Ämter getrennt. Nach
der Verwaltungsreform wurde auch dieses Amt nach Berenbostel verlegt.
Stelingen gehörte bis 1974
zum Kirchspiel Engelbostel und danach zur
Gemeinde der Silvanuskirche in Berenbostel. Seit 1955 hat Stelingen einen eigenen Friedhof, bis zu dieser Zeit
wurden die Einwohner in Engelbostel beerdigt. Ihre eigene Friedhofskapelle
erbauten die Stelinger 1965 .
Um 1900 wurde die
Feuerwehr gegründet und das Spritzenhaus errichtet.
1911 wurde eine Privatgesellschaft
gegründet, die mit einem „Lloyd“-Omnibus von Osterwald Unterende über Stelingen
die Linie nach Hannover 1 Mal täglich befuhr. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs
musste der Betrieb eingestellt werden und wurde am 1.10. 1924 wieder aufgenommen.
Am 8. August 1928
bekam Stelingen seine erste Poststelle, bis zu dem Tag wurde Stelingen von der
Postagentur Engelbostel aus versorgt.
Die Vereine und Verbände haben eigene Seiten.
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