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 Auszug aus der Chronik von Stelingen von 1226 bis 1974

Als Ortsname (Früher Stenlage, oder Stehlingen wie auf dem Kriegerdenkmal zu lesen) wurde Stelingen 1226 erstmals urkundlich genannt. Stelingen liegt etwa 12 km nordwestlich von Hannover. Die Landschaft um Stelingen ist im Südosten von einem Stauch-Endmoränenzug (Stelinger-Berg) und von Osten bis Südwesten von Feldern, Wiesen, dem Stelinger-Wald, Baumgruppen und Einzelbäumen umgeben.

In der Geschichte von Stelingen stehen die Jahreszahlen 1223 bis 1244 in denen die Schenkung Stelingens durch den Grafen Konrad V. von Roden-Wunstorf an das Kloster Marienwerder (wahrscheinlich mündlich) vollzogen wurde. Das Dörfchen Stelingen hatte zu der Zeit ca. 100 Einwohner und die Gutsherrschaft über die Meierhöfe hatte das Kloster Marienwerder. 1583 gab es in unserem Dorf 2 Vollmeier- und 6 Halbmeierhöfe. 1590 kam der größte Hof in Schwierigkeiten und sein Besitz wurde in 2 Halbmeierhöfe umgewandelt.
Eine Art von Pachtabgabe stellte der Hofzins dar. Er wurde meist in Korn entrichtet, selten in Geld abgeführt (auch bekannt als „den Korn-, Rode-, Fleischzehnten usw. “) . Im Jahre 1836 gab es in Stelingen 19 Hofstellen: 1 Vollmeier-, 8 Halbmeier-, 9 Kötner- und ein Brinksitzerhof.
Die Entwicklung der Einwohnerzahl in den Jahren: 1689 100, 1779 113, 1879 260, 1939 414, 1950 815, 1967 1069 und 1974 2473 Einwohner 

1703 wurde der erste Schulmeister in Stelingen erwähnt. Das erste Stelinger Schulgebäude wurde 1880 erbaut bis zu dieser Zeit wurden die Kinder in der Reiheschule (Jahr um Jahr auf den Höfen der Stelinger Landwirte) nur im Winterhalbjahr unterrichtet. Die Lehrer waren meist junge Seminaristen, die auch von Hof zu Hof wechselten und dort ihre Beköstigung erhielten. 1949 wurde eine neue Schule gebaut, weil die Zahl der Schulkinder nach dem II. Weltkrieg anstieg. 1954 wurde ein weiterer Klassenraum angebaut und nach 1965 zwei weitere Behelfsklassenzimmer im Dachgeschoss ausgebaut. Das heute noch genutzte Lehrschwimmbecken wurde im Winterhalbjahr 1963/64angelegt und 1974 von Grund auf erneuert.  Seit 1970 werden in Stelingen nur noch Grundschüler unterrichtet. 1972 wurde dann die Pavillonschule errichtet und 1975 weihte man die Turnhalle ein.

Seit 1880 sind auch die Bürgermeister namentlich bekannt, aber vor gut 300 Jahren ist erstmalig von einem ernannten (durch den Amtmann in Ricklingen) „Bauermeister“ oder „Vorsteher“ die Rede. Bis zum Ende des 2. Weltkrieges war der Bürgermeister auch Standesbeamter danach wurden die beiden Ämter getrennt. Nach der Verwaltungsreform wurde auch dieses Amt nach Berenbostel verlegt. 

Stelingen gehörte bis 1974 zum Kirchspiel Engelbostel und  danach zur Gemeinde der Silvanuskirche in Berenbostel. Seit 1955 hat Stelingen einen eigenen Friedhof, bis zu dieser Zeit wurden die Einwohner in Engelbostel beerdigt. Ihre eigene Friedhofskapelle erbauten die Stelinger 1965 .

Um 1900 wurde die Feuerwehr gegründet und das Spritzenhaus errichtet.

1911 wurde eine Privatgesellschaft gegründet, die mit einem „Lloyd“-Omnibus von Osterwald Unterende über Stelingen die Linie nach Hannover 1 Mal täglich befuhr. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs musste der Betrieb eingestellt werden und wurde am 1.10. 1924 wieder aufgenommen.    

Am 8. August 1928 bekam Stelingen seine erste Poststelle, bis zu dem Tag wurde Stelingen von der Postagentur Engelbostel aus versorgt.

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